Herzzentrum wird Teil der Uniklinik Freiburg

Veröffentlicht am 21.05.2020 in Kreisverband
 

Das wochenlange Zittern um die Zukunft des Herzzentrums und der Arbeitsplätze hat ein vorläufiges Ende gefunden. Den vorliegenden Informationen zufolge gibt es nun zumindest eine Absichtserklärung. Demnach überträgt der Benedikt Kreutz e.V. alle Anteile und den Geschäftsbetrieb an der UHZ GmbH auf die Uniklinik. Im Gegen­zug gibt die Uniklinik eine Beschäftigungs­garantie gegenüber allen Mitarbeitern und sichert den Erhalt beider Standorte, darunter Bad Krozingen als kardiovasku­läres Schwerpunktzentrum.

Neben coronabedingten Einnahmeaus­fällen hat insbesondere auch die komplexe Verflechtung zwischen Herzzentrum, Uniklinik und dem Benedikt Kreutz e.V., samt resultierender Umsatzsteuerpflicht für erhebliche wirtschaftliche Schwierig­keiten bis hin zur drohenden Insolvenz gesorgt. Diese Umsatzsteuersonder­regelung wurde zwar kürzlich bis 2022 verlängert, jedoch löst die Verschiebung das grundsätzliche wirtschaftliche Risiko nicht.

Die SPD Breisgau-Hochschwarzwald zeigt sich erleichtert, dass die intensiven Ge­spräche auf allen Ebenen nun eine positive Zukunftsperspektive gefunden haben.

Insbesondere danken wir unserer Landtags­abgeordneten Gabi Rolland für Ihren Ein­satz, zuletzt mit einem Antrag im Land­tag, dass die Landesregierung sich Gedanken zu den Optionen der künftigen Personalver­tre­tung macht und entsprechende Lösungen in das Landespersonalvertretungsgesetz aufnimmt.

Die geplante Verschmelzung des UHZ mit dem UKF über ein Pachtmodell berührt in starkem Maße auch die künftige Regelung für die Mitbestimmung der Beschäftigten. Es gibt Befürchtungen, dass dabei die Rechte und Interessen der Beschäftigten am Standort Bad Krozingen unter die Räder kommen könnten. Daher gilt es nun mit Nachdruck die umsetzbaren Optionen für die langfristige Sicherung einer schlag­kräftigen Mitbe­stimmung für die Beschäf­tigten des UHZ mit eigenen Ressourcen und Präsenz vor Ort zu vereinbaren.

Wir werden die anstehenden Verhandlung­en der Betriebsräte im UHZ zusammen mit den Personalräten im UKF aufmerksam begleiten und erwarten die baldige und solide Umsetzung der Ankündigungen. Dazu gehört insbesondere die Sicherung der Arbeitsplätze, die Sicherung und Ver­besserung der Arbeitsbedingungen und die Ausgestaltung der künftigen Mitbestim­mung der Betriebsräte.

Thomas Thürling

Bild: Herz-Zentrum Bad Krozingen, CC BY-SA 3.0

 

Homepage SPD Kreisverband Breisgau-Hochschwarzwald

WebsoziInfo-News

25.05.2020 10:19 Keine Toleranz für Ausbeutung
Interview mit Rolf Mützenich für RND SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Mützenich fordert im Interview mit dem RND, Missbrauch von Leih- und Werkverträgen überall zu verbieten. Es dürfe keine Toleranz für Ausbeutung geben. Das ganze Interview auf spdfraktion.de

22.05.2020 06:10 Kommunaler Solidarpakt
Das öffentliche Leben findet dort statt, wo man zu Hause ist: in den Städten und Gemeinden. Mit guten Schulen und Kitas. Im Sportverein, dem Schwimmbad, der Bibliothek. Mit einem guten Angebot von Bussen und Bahnen – und von sozialen Einrichtungen. Die meisten öffentlichen Investitionen kommen aus den Kommunen. Wenn sie ausbleiben, sinkt ein Stück weit

19.05.2020 20:11 Katja Mast zu Mindestlohn Pflege / Grundrente
Leistungsträger sind nicht immer die mit Anzug und Krawatte, sondern die im Kittel Gerade die Corona-Krise macht deutlich, wie unverzichtbar der Mindestlohn ist – und warum der Tariflohn in der Pflege so wichtig ist. Katja Mast erklärt. „Corona macht deutlich: Leistungsträger sind nicht immer die mit Anzug und Krawatte, sondern die im Kittel. Wenn der

19.05.2020 20:10 Thomas Hitschler und Uli Grötsch zu Karlsruher Urteil zum BND-Gesetz
Das Parlament muss die Praxis des BND zügig auf verfassungskonforme Grundlage stellen. Die Kontrolle seiner Arbeit soll dabei weiter ausgebaut werden, fordern Uli Grötsch und Thomas Hitschler.  „Der Bundesnachrichtendienst braucht klare Regeln für seine Aufklärungstätigkeit im Ausland, wie das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts eindringlich deutlich macht. Die Entscheidung der Karlsruher Richter stellt einen klaren Auftrag an

14.05.2020 21:21 Dennis Rohde zur Steuerschätzung
Durch ein gezieltes Konjunkturpaket stärker aus der Krise kommen Die Steuerschätzung für das laufende Jahr sowie für die Jahre bis 2024 bewegt sich im Rahmen der Erwartungen und spiegelt die wirtschaftlichen Auswirkungen der aktuellen Pandemie wieder. Zu den im Nachtragshaushalt 2020 bereits abgebildeten Steuermindereinnahmen von 33 Milliarden Euro kommen beim Bund für 2020 noch die

Ein Service von websozis.info

Hinterlasst doch eine Nachricht...

... in unserem Gästebuch.

Wer ist Online

Jetzt sind 2 User online

Besucher:2459164
Heute:27
Online:2