Umfrage: Wie soll es in der Parteispitze und Fraktion weitergehen?

Veröffentlicht am 04.06.2019 in Partei
 

Andrea Nahles ist zurückgetreten und die Partei erlebt sehr turbulente Zeiten. Zu den jetzt anstehenden Veränderungen an den Spitzen von Partei und Fraktion haben wir eine Blitzumfrage erstellt. Über 200 Teilnehmer konnten wir zählen. Das ist ein toller Wert, wie wir finden. Das sind nun die Ergebnisse.

Andrea Nahles soll kein Bauernopfer sein, so die Teilnehmer der Umfrage. Mit ihr sollen nach der Überzeugung von deutlich über 50% der 207 Teilnehmer zumindest entweder der gesamte Parteivorstand oder der Fraktionsvorstand zurücktreten in der Regel sogar beide (43%). Allerdings sind auch viele der Meinung, dass das nicht nötig ist (36%)

Eine doch deutliche Mehrheit wünscht sich eine Doppelspitze, 113 Teilnehmer oder 57% sind dieser Ansicht.

Fast zwei Drittel der Teilnehmer sind für eine Urwahl zur Besetzung der neuen Parteispitze.

Eine Doppelspitze für den Fraktionsvorstand halten die meisten Teilnehmer nicht für nötig und schon gar nicht wird eine Urwahl für dieses Amt gewünscht. Es wäre wohl auch rechtlich nicht möglich.

In einem freien Eingabefeld konnten Namen genannt werden. Meistens wurde dabei nicht nach Partei- oder Fraktionsvorstand unterschieden, aus den Antworten geht aber hervor, dass in der Regel der Parteivorstand gemeint ist, da vor allem die hoch gehandelten Kandidatinnen und Kandidaten gar nicht Mitglied des Bundestages sind. Hier die Topplatzierungen.

Daneben gab es auch über zehn namenlose Rückmeldungen, in den allgemein jemand "junges", "unverbrauchtes", "aus der vierten Reihe" gefordert wurde.

Wir sehen solche Umfrage als ein Stimmungsbild innerhalb unseres Kreisverbandes. Mehr ist aus den Daten nicht herauszulesen.

Oswald Prucker & Birte Könnecke

 

Methode: Gefragt wurde über ein Online-Formular der Firma Crowdsignal. Bei jeder Frage (außer Freitext) konnte es nur eine Antwort geben und über jeden Rechner konnte nur einmal abgestimmt werden. Diese Sperre kann umgangen werden. Es war möglich nur einige Fragen zu beantworten und in der Tat wurde auch keine der Fragen von allen 207 Teilnehmern beantwortet. Vor allem die Freitextfrage wurde von vielen nicht berücksichtigt.

Die Umfrage wurde auf dieser Webseite veröffentlicht und über Facebook, Twitter, Instagram sowie eine E-Mail an die Mitglieder im Kreisverband beworben. Vor allem nach dieser E-Mail stieg die Teilnehmerzahl rasch an. Man darf also davon ausgehen, dass im Wesentlichen die Mitglieder abgestimmt haben. Dies ergibt sich auch daraus, dass die Freitextfrage von niemandem mit einem hämischen oder beleidigenden Kommentar beantwortet wurde.

 

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